Kirchenbücher und Standesamtsregister lesen

Aktuell

Ab 1. September 2017 wird weltweit die Filmzirkulation zu den Centern der Familiengeschichte eingestellt.
Ab diesem Zeitpunkt werden keine Filme mehr an die Center verschickt und können auch nicht mehr bestellt werden. Die Filme werden ab dann nur noch online über das Internet zur Verfügung stehen.
Es gibt aber auch Digitalisate, die nur für fördernde Organisationen oder über die PC-Arbeitsplätze in den Zentren für Familiengeschichte zugänglich sind. In dem Fall kann man sich eine Nutzungszeit für einen PC dort reservieren lassen.
Außerdem hat jeder Interessent von den PCs in den Zentren auch noch einen KOSTENFREIEN Zugang zu den ansonsten kostenpflichtigen Internetportalen ANCESTRY, MYHERITAGE, GENEANET, FINDMYPAST und einigen anderen.
Die bis zum 1. Sep. 2017 in den Centern befindlichen Filme können dort verbleiben und müssen nicht zurückgeschickt werden. Die vorhandenen Filmlesegeräte können zum Lesen der Altbestände des Centers weiter genutzt werden.
Auf absehbare Zeit werden die Lesegeräte dann aber nicht mehr gebraucht.
Die Center werden zukünftig darauf ausgerichtet sein, dem Einzelnen im 1 zu 1 Beratungsgespräch zu helfen. Dazu werden Computer zur Verfügung stehen, um gemeinsam auf FamilySearch zugreifen zu können.

Digitalisate finden

So findet man Digitalisate auf FamilySearch.org.

Einführung

Informationen über unsere Ahnen für die Zeit ab 1600 bis zur Gegenwart sucht man heute vorwiegend in alten Kirchenbüchern, Standesamtsregistern und anderen Quellen, die in der Regel verfilmt vorliegen. Über das größte Angebot an genealogisch interessantem Quellenmaterial verfügt die „Genealogical Society of Utah“. Weil sich ihre Familienforschungsstellen stets bei den Kirchen der Mormonen befinden, spricht man kurz von den „Mormonen“. Aber keine Angst, die religiöse Gemeinschaft wird Sie in der Familienforschungsstelle in keiner Weise auf ihren Glauben hin ansprechen oder beeinflussen.
Die Filme der Mormonen stehen jedermann zur Verfügung und können gegen 8,50 Euro Leihgebühr pro Film ausgeliehen und 90 Tage lang nur in einer Familienforschungsstelle der Mormonen - dann kostenlos - gelesen werden. In den Forschungsstellen der Mormonen sind Lesegeräte vorhanden.
Filme, die bereits online im Internet gelesen werden können, sind gegenwärtig noch ausgesprochen selten! In vielen Fällen sind Online-Filme auch nur Ausschnitte aus Offline-Filmen.

Welche Filme stehen zur Verfügung?

Auf der Website: http://www.familysearch.org/Eng /Library/FHLC/frameset_fhlc.asp kann man den Katalog der Zentralbibliothek der Mormonen einsehen und ihn nach verschiedenen Stichworten durchsuchen, etwa nach Ortsnamen, Familiennamen, Autoren, Literatur-Titeln, Schlüsselwörtern, Filmnummern usw.. Hier wählt man jene Filme aus, die man bestellen möchte. Weitere Informationen zur Suche im Katalog bietet das GenWiki.
In der Regel handelt es sich bei den Filmen von Kirchenbüchern und Registern um handschriftliche Aufzeichnungen. Deshalb muss die alte Schrift (Kurrent ähnlich/oder Sütterlin) wieder gelernt werden! Wenn man die alte Schrift nicht gewöhnt ist, soll man zunächst mit einem einzigen Film beginnen. Wenn man dann merkt, dass man gut voran kommt, kann man auch mehrere Filme zugleich bestellen.
Falls man für einen Ort im Katalog keinen Treffer findet, kann es sein, dass dieser Ort so klein ist bzw. war, dass weder eine Kirchengemeinde noch ein Standesamt oder ähnliche Register führende Einrichtungen im Ort vorhanden sind/waren. In solchen Fällen braucht man also zusätzliche Informationen, welche Kirchengemeinde bzw. Standesamt für diesen Ort zuständig war. Informationen hierzu finden sich in ausführlichen Ortsregistern, die sich z. B. auch direkt in den Familienforschungsstellen vor Ort befinden.
Begrenzt auf Schlesien findet man die zuständigen Pfarreien bzw. Standesämter hier.
Allgemein für Orte in den deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße (außer Tschechei!) findet man zu Orten die zuständigen Pfarreien im Kartenmeister.
Wenn das Problem so nicht gelöst werden kann, muss man die Historischen Ortsverzeichnisse studieren, die regelmäßig die zuständige Kirchengemeinde benennen.
Microfiche können nicht ausgeliehen werden.
Hat man einen passenden Film gefunden, notiert man Titel und Filmnummer für den Bestellvorgang.

Bestellverfahren für Filme

Die Leihgebühr wird seit Dezember 2010 nur noch per Kreditkarte oder PayPal-Konto eingenommen!
Falls Sie über PayPal bezahlen möchten, müssen Sie sich vielleicht erst bei http://www.paypal.de/de registrieren lassen. Die einzelnen Schritte auf der Website sind gut erklärt und man muss sich nur führen lassen. Gegenwärtig ist die Registrierung bei PayPal nicht immer erfolgreich. PayPal arbeitet an dem Problem, der Kundenservice ist sehr zuvorkommend und man kann auch gemeinsam mit ihnen zu Problemlösungen kommen.
Legen Sie also bei der 1. Anmeldung die Kreditkarten- bzw. PayPal-Konto-Nummer bereit.
Dann meldet man sich auf der Website Online Film Ordering an.

Sign in
Auf der eben genannten Site muss man bei jedem Einloggen mit dem 'Sign In' beginnen! Den kleinen Schriftzug 'Sign in' dazu finden Sie ganz oben rechts auf der Website.
Dann folgt man den Masken, die man ausfüllt. Wenn man das Land auswählt, in dem man lebt (z. B. Deutschland), und dann das Bundesland, werden alle Familienforschungsstellen mit Adresse und Telefonnummer, aber leider ohne deren Öffnungszeiten angezeigt, die in der Nähe Ihres Wohnortes liegen. Sie können dort jene Familienforschungsstelle auswählen, in der Sie Ihre bestellten Filme lesen möchten und an die die von Ihnen bestellten Filme von der Zentrale geschickt werden. Ohne einen erfolgreichen Einzug der Dienstleistungsgebühr (über Ihre Kreditkarte oder PayPal) wird kein Mikrofilm an die Familienforschungsstelle versandt!

Oft dauert es nur zwei bis drei Wochen, bis die Filme angekommen sind, es kann aber auch bis zu 6 Monate dauern, wenn Filme anderweitig verliehen sind.

Wie erfahre ich, wann der Film in der Familienforschungsstelle eingetroffen ist?

Wenn ein von Ihnen bestellter Filme in der Familienforschungsstelle eingetroffen ist, erhalten Sie darüber eine Mitteilung. Nun muss man in der Familienforschungsstelle jeweils vor dem Lesen einen Leseplatz bestellen, d. h. die Terminvereinbarung zur Einsichtnahme muss direkt mit der Familienforschungsstelle abgesprochen werden. Beachten Sie unbedingt, dass die Familienforschungsstellen nur knappe Öffnungszeiten haben, in denen man persönlich oder telefonisch Beratung erfährt. Auf der Website der Mormonen finden Sie Ihre Familienforschungsstelle mit den Öffnungszeiten!
Die Leihzeit von 90 Tagen kann manchmal nicht ausreichen. Sie kann aber bis zu zweimal über die Webseite https://www.familysearch.org/films/ um jeweils weitere 60 Tage verlängert werden (Preis jeweils wieder 8,50 €). Verlängerungen müssen spätestens 10 Tage vor Ablauf der 90-Tage-Frist veranlasst werden.

Konkrete Arbeit in der Forschungsstelle

Der Film wird in ein Lesegerät für Mikrofilme eingelegt und kann daran gelesen werden. Wenn man eine gesuchte Information gefunden hat, notiert man sich diese und/oder fotografiert sie. Ganze Filme darf man nicht fotografieren. Fotokopien (Rückvergrößerungen) können in vielen Forschungsstellen nicht gemacht werden.

Wie lese ich ein altes Dokument?

Eine Website bietet nützliche Hilfe an, Manuskripte und andere alte Dokumente zu entziffern, die in alten Druckschriften oder alten Handschriftsformen geschrieben wurden.

Weiterführende Hilfen für den Umgang - auch mit alten Schriften - in einem Archiv bietet die UNI Zürich.

Weitere Informationen

Weitere Information finden Sie im GenWiki.


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Letzte Erweiterung am 6. Juli 2017.   ©   1999 Dr. Claus Christoph, Hemmingen