Einführung

Schlesische und andere Bibliotheken stellen heute schon Hunderte alter digitalisierter Bücher ins Internet. Diese sind eine herrliche Fundgrube für Genealogen. Speziell die sogenannten Historischen Ortsverzeichnisse sind eine vorzügliche Quelle für Forscher. Sie beschreiben in ausführlicher Form jeden Ort, Einwohnerzahl und Vieh, die Herrschaft des Ortes sowie die Zugehörigkeit zur Kirchengemeinden und ab 1874 auch zu den Standesämtern.

DjVu-Anzeigeprogramm

Fast alle digitalen Bücher sind als Dateien im offenen Dateiformat für Rastergrafiken djVu gespeichert. Djvu bietet für Bücher Vorteile gegenüber herkömmlichen Scans etwa im pdf-Format. Hintergrund-Informationen zu dem offenen Dateiformat für Rastergrafiken djvu findet man hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/DjVu

Um djvu-Dateien betrachten (lesen) zu können, müssen Sie zuvor ein Programm downloaden, das das Dvju-Format anzeigen kann.

Für den Online-Gebrauch im Browser kann man entweder
- Mozilla Firefox ergänzen um das Plugin "DjVu Plugin Viewer"
oder
- Google Chrome mit diesem Plugin ergänzen:
https://chrome.google.com/webstore/detail/djvu-viewer-extension/jghccooedabolhnplggblcggcbplekbk .

Für den Offline-Gebrauch (bereits heruntergeladene Adressbücher etc.) funktioniert ganz ähnlich dem Adobe Reader für PDF das kostenlose: WinDJView.

DjVu-Dateien lassen sich auch mit dem verbreiteten u. kostenlosen Bildbetrachter Irfan View öffnen und extrahieren, sofern man das Plugin-Zusatzpaket installiert hat!
Leider wird von anderer verbreiteter Bildbearbeitungs-Software das Format weder schreibend noch lesend unterstützt.

Zusätzlich existiert mit DjVuLibre eine von den ursprünglichen Entwicklern gepflegte Open-Source-Implementierung mit einem Betrachtungsprogramm und Browser-Plugin für Unix. Freie Betrachter auf Basis der DjVuLibre-Bibliothek:

* WinDjView & MacDjView – Betrachter für Windows und Mac OS X, vorzüglich: "DjVuLibre DjView 4.9"
* Evince – Betrachter für den GNOME-Desktop, auch für andere Formate
* Okular, ein universeller Dokumentbetrachter (KDE)
* STDU Viewer, ein universeller Dokumentbetrachter (Windows)

Die vier wichtigsten Historischen Ortsverzeichnisse für Schlesien

1. Das älteste verfügbare Historische Ortsverzeichnis für das ganze preußische Schlesien ist:
Friedrich Albert ZIMMERMANN: Beytraege zur Beschreibung von Schlesien. 13 Bd., 1783 – 1795. Hinweise zum Inhalt der 13 Bände und viel mehr finden Sie bei:

http://wiki-de.genealogy.net/Schlesische_Ortsverzeichnisse

Diese 13 Bände stehen online zum kostenlosen Download:

Hauptsite zum ZIMMERMANN.

****************************************************************************

2. Ebenfalls für das ganze preußische Schlesien berichtet:
Johann Georg KNIE: Übersicht der Dörfer, Flecken und Städte und anderen Orte der königlich preußischen Provinz Schlesien usw. Zweite und verbesserte Auflage. 1845. 997 Seiten.
Dieses digitale Buch kann man "downloaden" direkt über:

KNIE 1845.

****************************************************************************

3. Ausschließlich über Oberschlesien, aber das wirklich ganz ausführlich, berichtet:
Felix TRIEST: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. 1864. 1294 Seiten.
Ein kostenloser Download ist möglich:

Download Band 1,
Enthält die Kreise Oppeln, Kreuzburg, Rosenberg, Groß Strehlitz, Beuthen, Lublinitz, Tost-Gleiwitz und Pless.
Download Band 2.
Enthält die Kreise Ratibor, Rybnik, Leobschütz, Cosel, Neiße, Neustadt, Falkenberg, Grottkau und einen Gesamt-Überblick
sowie das Alphabetisches Ortsregister für beide Bände.

****************************************************************************

4. Schlesisches Ortsverzeichnis

Der Korn-Verlag in Breslau gab wiederholt ein solches "Schlesisches Ortsverzeichnis" jeweils neu heraus:

Auflage 1881;
Auflage 1883;
Auflage 1893;
Auflage 1897;
Auflage 1901 oder Auflage 1901;
Auflage 1907;
Auflage 1913;
Auflage 1919;
Auflage 1921;
Auflage 1925;
Auflage 1928;
Auflage 1934;
Auflage 1941;

Die Informationen zu den Orten änderten sich teils sehr deutlich mit den Jahren, vgl. z. B. wiki-de.

Download der Historischen Ortsverzeichnisse

Wenn ich oben keine konkrete Adresse angegeben habe, ist ein kostenloser Download beispielseise auch möglich, sofern Ihnen Verfasser oder Titel schon bekannt sind, von:

http://www.sbc.org.pl/dlibra/

oder auch durch Auswahl nach bereits auf der Website dargestelltem Titel:

http://www.digitalizacja.republika.pl/

Man klickt im letzteren Fall auf den als Link erkennbaren Titel. Dann öffnet sich eine neue Seite. Im linken Feld steht neben dem Bild einer symbolischen Diskette das Wort "ziehen". Über diese “Diskette” kann man das gewünschte Buch (gezipt) per Mausklick downloaden.
Auf anderen Webseiten findet man links unter „Publikation“ einen Link „Ganze Publikation als ZIP“.
Ihr PC lädt die herunter zu ladende Datei in seinen Ordner “Downloads”. Dort findet man das “gezippte” Buch. Wenn man nun mit der rechten Maustaste auf den Namen dieser Datei klickt, erscheint ein Menü. Dort klickt man auf “Öffnen”. Es öffnet sich der “gezippte” Ordner. Klickt man nun oben in der Menü-Zeile auf “”Datei”, öffnet sich ein Menü, wo man auf “Alle extrahieren ...” klickt. Nun wird das “gezippte” Buch wieder “entzippt”. Es meldet sich automatisch der “Extrahierungs-Assistent”.
Man wählt zweckmäßig einen neuen Ordner für das Buch, in den der “Extrahierungs-Assistent” nun das “gezippte” Buch “entzippt” und den Ordner-Inhalt schließlich auf dem Bildschirm anzeigt. Die oberste Datei hat ein Ausrufe-Zeichen als Beginn des Namens. Auf diese Datei mit der rechten Maustaste klicken und dann “Öffnen” wählen. Wenn das DVJU-Plugin auf ihrem Rechner bereits installiert ist, wird jetzt das digitale Buch korrekt angezeigt. Hinweis: Die digitalisierten Buchseiten liegen manchmal nicht exakt hintereinander. Aber davor oder dahinter findet man schnell die Seite mit der richtigen Seiten-Nummer.

Gibt es noch mehr interessante digitale Bücher ?

Ja, Adressbücher, Chroniken, die Schlesischen Provizialblätter, weitere Zeitungen, Zeitschriften, Geschichtswerke und vieles, vieles mehr!

Und so kommt man in alle polnischen digitale Bibilotheken.

In der "Großpolnischen digitalen Bibliothek" gibt es eine Vielzahl von deutschsprachigen Materialien aus den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands, die online gelesen werden können. Gesucht werden kann nach Provinzen, Städten und Begriffen. Auch Kombinationen sind möglich.

Vgl. weiter:

http://wiki-de.genealogy.net/Portal:DigiBib ,

auch unbedingt die oben genannten Links zu den schlesischen digitalen Büchern und

weitere frühe bzw. interessante digitalisierte Bücher .

Weiter:

"Aus den Chroniken schlesischer Städte" und der "Codex Diplomaticus Silesie" .


Startseite = Home

Letzte Erweiterung am 15. Dezember 2017.   ©   Dr. Claus Christoph, Hemmingen